Allendorf  wird Stadt

 

 

Der Freiheitsbrief

 

 

 
Der erste Aufschwung für Allendorf kam im Jahre 1323, als Landgraf Otto I dem Flecken Allendorf die Marktrechte verlieh. Der Markt sollte an jedem Mittwoch ,später verlegt auf jeden Donnerstag stattfinden. Ebenfalls 1323 wurde in Allendorf eine eigene Pfarrei errichtet. Durch den Landgraf  Heinrich II  wurde 1365  Allendorf endgültig in die Politik des Lumdatales verwickelt ,den er beschloss den Ort zu befestigen und in eine wehrhafte Stadt auszubauen. Durch Tauschverträge erwarb er die Dörfer Totenhausen und Möllenbach ,die dicht bei Allendorf lagen und zwang die Bewohner die Dörfer aufzugeben und nach Allendorf zu siedeln. Aus Altendorfe oder Aldendorph wurde Allendorf ."Alle drei Dörfer zu einem Dorf. " Am 2.März 1370 wurde Allendorf durch den großen Freiheitsbrief von Heinrich II endlich zur Stadt erhoben. Für die neuen Bürger ein großer Tag, für den Landgraf ein strategischer Schritt um seine Macht im Lumdatal zu festigen, denn in Verbindung mit der Burg Nordeck hatte der Landgraf die Verbindungswege von Marburg nach Grünberg, und von Amöneburg nach Mainz fest in seiner Hand. Gleichzeitig trennte er die adligen Gerichte Londorf und Treis, denn zwischen ihnen lag nun die befestigte Stadt die ein politisches Gegengewicht zum Adel des Lumdatales bildete. Die neuen Bürger erhielten alle Rechte und Freiheiten ,wie sie auch die Stadt Marburg bereits um 1150 verliehen worden waren. Sie wurden 6.Jahre von Abgaben, Diensten und Schatzung befreit, dafür mussten sie in den nächsten 2.Jahren eine Befestigungsmauer mit Türmen ,Graben und Hecken sowie zwei Stadttore bauen.

 

 

Der Mauerbau

 
 

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